Sichtbarkeit

sichtbarkeit

Zeigst du dich in deinem Leben? Ich habe mich jahrelang nicht gezeigt. Ich war immer die Mysteriöse, die nicht Fassbare, die bei der man nicht wusste ob sie gleich links oder rechts abbiegt.

Ich denke, dass ich immer noch für Überraschungen gut bin, aber es gibt Dinge, die für mich schlichtweg nicht mehr in Frage kommen. Schweigen zum Beispiel. Mich anpassen. Nur um anderen zu gefallen. Mit anderen meine ich nicht die Menschen, die mir nahe stehen.

Weshalb war ich wohl immer so mysteriös? Ich hatte ganz klar ein Problem mit Sichtbarkeit. Ich hatte Angst mich zu zeigen und ich wusste auch nicht genau wer ich war. Natürlich weiss ich das heute noch nicht immer zu 100%. But I’m getting there. Durch mein mysteriös sein, konnte ich mich verstecken und dann entsprechend handeln, sobald es darauf ankam, denn so konnte ich zum Beispiel bei Dates stundenlang den anderen löchern und gab (meistens) kaum was Preis von mir. Ich konnte bei Freundinnen ganz viel Infos herausholen und für sie da sein und musste aber nie wirklich viel von mir zeigen. Ich konnte nicht. Ich wollte nicht. Ich hatte unglaublich grosse Angst.

Dass man mich wohl nicht mehr gern hatte, wenn man mich wirklich sehen würde. Dass ich wohl eine Enttäuschung wäre und das ich einfach grundsätzlich nicht hip und cool wäre. Aber wer definiert meine eigene Hippness und Coolness, wenn nicht ich? Ich bin ready mich zu zeigen. No matter what.


„Wusstest du, dass viele Menschen etwas noch mehr fürchten, als den Tod? Weißt du, was es ist? Sichtbarkeit. 

Der Mensch ist ein soziales Herdentier. Wir wollen gemocht werden. Wir wollen dazu gehören. Dafür gehen wir viele Kompromisse ein. Manche davon sind klein und vernachlässigbar. Andere ergeben langfristige, schmerzhafte Konsequenzen.

Um wirklich herauszufinden, wer du bist, musst du irgendwann, den Geist erheben. Selber denken. Eine Position beziehen. Die breite Straße verlassen und dem Ruf des Pfades folgen, den nur du betreten kannst. Dann schaut dein Kopf aus der Herde. Deine Brust wird angreifbar. Dich wird das freudige Echo deiner wenigen wahren Kameraden erreichen, die sich vielleicht nur unbewusst, aber doch so sehr nach dir gesehnt haben.

Doch du wirst auch mehr Projektionen in Form falscher Bewunderung, Neid und unreflektierter Kritik ausgesetzt sein. Nichts irritiert eine Herde mehr, als das „Mitglied“, das ausbricht. Bevor du nach Berufung, Wahrheit, Erfolg rufst, bedenke das und… wenn es geschieht, beklage dich nicht.


Zieh den Kopf nicht wieder ein. Halte die Brust offen. Der Sturm, den du nun (endlich!) manchmal spüren wirst, ist ein Geschenk! Er ist gekommen, um dich von allen Ängsten und Irrtümern zu befreien.“

von Veit Lindau via seiner Facebookpage

Wenn du gerne mehr über dich selber erfahren möchtest und dir näher kommen willst, dann ist dieses Event wahrscheinlich was für dich.

so much love, D.

You may also like

1 comment

Kommentar verfassen